Der Verein


Live Arico Tenerife LAAP
Asociaciòn Protectora de Animales Y Plantas

Live Arico Tenerife ist ein Tier- und Naturschutzverein, der herrenlosen Hunden auf Teneriffa hilft. Der Verein wurde 2000 gegründet.

Die Tiere werden tierärztlich versorgt, kastriert, geimpft und auf Krankheiten getestet.

Anschließend versucht der Verein ein liebevolles und geeignetes Zuhause für die Tiere zu finden. Bis zur Vermittlung werden sie in einem Tierauffanglager im Süden Teneriffas versorgt.

Über 280 Hunde leben derzeit dort und viele davon sind bereits reisefertig.
Sie warten sehnsüchtig auf ihre Vermittlung.

Vorranginger Sinn des Vereines ist es, dieses Tierasyl zu unterhalten,
bekanntzumachen und Hilfe jeglicher Art für diese Hunde zu bekommen.


„ Mit unseren Gedanken formen wir die Welt". Buddha
 
Live Arico wurde am 14.02.2000 gegründet, dem Tag der Verliebten, am Valentinstag.
Es ist die Liebe zum Leben die uns dazu gebracht hat unser Leben dem Tier- und Umweltschutz zu widmen.
Die Kanaren in ihrer endemischen Vielfalt sind einmalig und sollten vor der Zerstörung durch den Menschen geschützt werden.
       
So oft wie möglich unterstützen wir die lokalen Umweltschutzorganisationen bei diversen Aktionen, wie Strandreinigungen und Aufklärungskampagnen. 
Aber auch die Tiere, die schwächsten Glieder der Gesellschaft, brauchen unseren Schutz hier mehr denn je. Sie haben keine eigene Stimme die sie erheben können gegen die Ungerechtigkeit und die Quälerei der sie ausgesetzt sind. Für ihre Rechte und deren Einhaltung müssen WIR eintreten und mit unserer Stimme können wir ihnen Geltung verschaffen.
Wir sind ein kleiner Verein, doch mit einer großenVision.Wir arbeiten innerhalb und für die kanarische Gesellschaft, haben den Anspruch keine soziale Randgruppe oder gar Gäste zu sein und forcieren daher verstärkt den Dialog mit den verantwortlichen Behörden.
Der Verein gliedert sich in zwei Bereiche. Dem Bereich der Haus- und Nutztiere und dem Bereich der Kontrolle der invasiven Spezies. Dieser Bereich hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bestehende Biovielfalt vor nicht einheimischen Spezies zu schützen. Viele exotische Arten, als Haustiere importiert und dann ausgesetzt, schädigen nicht nur das gesamte Ambiente, sie zerstören es auch. Die wenigen Auffangstationen, die es für sie gibt sind ohnehin hoffnungslos überfüllt. Aufklärung der Bevölkerung und der lokalen Behörden tut Not, denn die Vertreibung und Ausrottung der einheimischen Spezies erfolgt leider auch durch die Zerstörung der Lebensumstände.
Den Bereich der Haus- und Nutztiere betreffend sind es in erster Linie die Hunde, denen wir uns vorrangig widmen,denn leider verfügen wir nicht über genügend Raum, um auch andere Tiere bei uns unterzubringen. Doch Dank unserer Flexibilität und unserer Pflegestellen konnten wir in vielen Fällen auch Katzen, Schweinen, Pferden, Eseln, Ziegen und Vögeln helfen.

   
 
Wir erlauben uns nicht den Luxus ausschließlich vermittelbare Hunde aufzunehmen. Gerade ältere Hunde, ausrangierte Kampfhunde und andere die „verhaltensgestört" sind, liegen uns ganz besonders am Herzen. Sie haben nur allzu selten das Glück einen adäquaten Platz zu finden. Deshalb werden sie auch meistens eingeschläfert.Wir praktizieren keine Euthanasie. Wir sind davon überzeugt, daß diese Tiere das gleiche Recht auf ein würdiges Dasein haben wie alle anderen Lebewesen. Es war ja schließlich nicht ihre Entscheidung auf die Welt zu kommen. Dafür sorgte irgendein Zweibeiner, der das Tier dann aussetzte bzw. entsorgte, weil- nicht mehr erwünscht oder zu problemhaft. Auch hier macht die Konsumhaltung sprich Wegwerfmentalität der Menschen leider nicht halt. Offensichtlich ist sie bereits in alle Lebensbereiche eingedrungen.
 

Die Anfänge von Live Arico auf einer alten Bananenplantage "Finca Mogán",  in der einsamen Gegend von Arico :

Der Verein Live Arico Tenerife unterhält ein Tierasyl auf Teneriffa, das herrenlose Hunde aufgenimmt.

Derzeit befinden sich im Tierasyl ca. 280 Hunde, die unter ärmlichsten Verhältnissen leben. Es gibt keine Gehege, keine Zwinger und das Asyl ist mit keinem deutschen Tierheim zu vergleichen.
Das Asyl wird ausschließlich von Spenden unterhalten, von denen auch die Tierarztkosten
bestritten werden. Ein unmögliches Unterfangen.

In der einsamen Gegend von Arico, nahe des Ortes Los Cristianos, stehen die Restmauern der alten Bananenplantage "Finca Mogán", die die Plantage einst vor dem Wind schützten. Innerhalb dieser Mauern befindet sich das Tierasyl.

Roter Staub bedeckt alles, was hier steht und verklebt Besuchern den Mund.

Der Strom fällt häufig aus und dann spendet nur ein benzinbetriebener Generator Energie - wenn nicht auch er ausfällt.

Innerhalb der Mauern tummeln sich ca. 280 herrenlose Hunde. Viele davon sind kastriert, geimpft und auf Krankheiten getestet und könnten jederzeit in ein neues Zuhause ziehen.

Selbst wer überfüllte, spanische Tierheime kennt, ist hier überrascht über die Zahl der Hunde.

Aus allerlei gesammeltem und gespendeten Sperrmüll wurden notdürftige Schutzstellen und Schattenplätze für die Hunde geschaffen.
Alles, was gerade zu bekommen war, wurde benutzt, um den Tieren Schutz vor der heißen Sonne Teneriffas zu bieten.

Aufgrund der gestiegenen Hundezahl wurden inzwischen die Trennzäune wieder niedergerissen, denn die Haltung der Hunde in einzelnen Gehegen brachte mehr Raufereien als die Haltung im Großrudel.

Man kann sich sicher vorstellen, wie viel Futtersäcke täglich zu schleppen sind um diese Hundezahl satt zu bekommen.

Futter und Wasser in diesen Mengen lässt sich nicht mehr in Näpfen servieren.
Der Einfachheit halber wird es säckeweise in die ehemaligen Bewässerungsrinnen entlang der Mauer geschüttet.

Und wie viele Liter Wasser täglich benötigt werden um den Durst der Hunde zu stillen.

Nachdem die Trennzäune wieder entfernt wurden ist es erforderlich, dass die menschlichen Rudelführer der Hunde ständig anwesend sind.

Einzig anerkannte Rudelführer, die Ruhe in das große Rudel bringen können, sind Eugenio,
seine deutsche Lebensgefährtin Constanze und Eugenios Schwester Regina.

Constanze und Eugenio leben mitten in ihrem Hunderudel, damit es dort friedlich zugeht.

Verletzte, schwache und sensible Hunde werden in dem Großrudel immer wieder gemobbt und ziehen sich in geschützte Winkel zurück.

Es gilt gerade diese Tiere aus dem Großrudel als Erste herauszuholen, denn sie leiden sehr, wenn sie zu sanftmütig sind um sich durchzusetzen.

Viele Hundetrainer könnten sich ein Stück abschneiden vom "dogsense" des Tierasylleiters, dessen Schwester Regina und seiner Lebensgefährtin Konstanze, die wie jeder gute Rudelführer immer für die Sicherheit und Ordnung im Rudel, die Futterbeschaffung und die Versorgung der Tiere da sind.

Nur ohne Unterstützung der Behörden, die das Asyl nicht unterstützen, ist dies ein täglicher Kampf um Überleben.

Doch dann waren wir leider zu einem Umzug gezwungen:

 
Wir mußten umziehen (siehe Chronik). Zur Zeit befinden wir uns auf einem provisorischen Gelände zu dem nicht mehr benutzte Pferdeställe gehören.
   
Das gesamte Gelände ist wesentlich kleiner als jenes in Arico. Wir halten auch entsprechend weniger Hunde, doch unseren Grundsätzen und unserer Philosophie sind wir treu geblieben.

  

Wir sind kein herkömmliches Tierheim.
Bei uns werden die Tiere nicht in Zwinger geschlossen.

            

 

Die Hunde können sich auf dem gesamten Gelände jederzeit frei bewegen. So können sie ihre artspezifische Hierarchie bilden mit den von ihnen selbst aufgeteilten Territorien. Sie haben damit die Möglichkeit, ein dem Wesen des Hundes entsprechendes Leben zu führen und das auf ganz natürliche Art und Weise.Wir gehen gezielt auf ihre speziellen Bedürfnisse ein (ausreichend Bewegungsraum, Training zur Resozialisierung, menschliche Zuwendung), denn wir bemühen uns stets, die Welt mit den Sinnen eines Hundes wahrzunehmen. Das wichtigste für uns ist deren Wohl und die artgerechte Haltung ist dabei unabdingbar. Bei uns dürfen sie wirklich Hunde sein. Mit allen Konsequenzen.



    


Diese Art der Rudelhaltung erfordert aber einen „Rudelführer", der seine Schützlinge dominiert und kontrolliert und das möglichst rund um die Uhr. Deshalb sind bei uns die Tiere niemals alleine, was bedeutet sie werden 24 h betreut. Unsere positiven Resultate im Sozialverhalten der Hunde sprechen für sich. Gerade verhaltensgestörte Hunde sozialisieren sich wesentlich schneller und nachhaltiger als in herkömmlichen Tierheimen.
Wir sind nicht mit materiellen Gütern gesegnet, die Einfachheit und Primitivität des Platzes sind nicht zu übersehen, doch wir bringen in unsere Arbeit fundamentalen Optimismus, volles Engagement, Enthusiasmus und Idealismus ein. Live Arico erhält Unterstützung nicht zur Verbesserung der Imagepflege, sondern für das was wir aktiv leisten. Viele Menschen wissen das wohl zu schätzen. Alle unsere Einnahmen kommen nachprüfbar den Tieren zugute.Wir treten dem Elend vor der eigenen Haustür entgegen, es handelt sich dabei um den Süden von Teneriffa und dabei sind unsere Entschlossenheit und Leidenschaft für die Sache nicht zu brechen. Wir machen es uns nicht so einfach und sagen „wir können ja nicht allen helfen". Wir bemühen uns, so vielen wie möglich zu helfen.
Die Problematik auf der Insel ist folgende: die meist privaten Tierschutzorganisationen machen diejenige Arbeit, die eigentlich von den Bezirken selbst übernommen und auch von ihnen bezahlt werden müßte. Nämlich Tiere aufzunehmen und wieder zu vermitteln. Ganz zu schweigen die Reduzierung der Population durch Verhinderung der Fertilität. Das ausufernde „Hundeproblem" ist ganz offensichtlich ein SOZIALES. Ausgesetzte und ungewollte Hunde führen zu einer unkontrollierten Überpopulation. Konsequentere Strafverfolgung bei nicht Einhaltung der bestehenden Tierschutzgesetze, sowie Sterilisation und Kastration wären probate und erwiesene Mittel, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Durch konstruktive Zusammenarbeit der hiesigen Orgas und den verantwortlichen Behörden wäre es durchaus möglich, diese Problematik mittel- bis langfristig in den Griff zu bekommen. Die Behörden hätten durchaus die Macht, diese Situation zum Besseren zu ändern, doch leider haben viele der verantwortlichen Politiker dieses Thema bisher bagatellisiert oder ignoriert. Angeblich bestünde kein öffentliches Interesse. Immernoch werden massenhaft Tiere eingeschläfert. Die Konsequenz ist eine maßlose Ausuferung des Problems; die Insel scheint, von vielen unbemerkt, vor einem Kollaps zu stehen, frei nach dem Motto: Gestern noch standen wir vor dem Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter. Leider sind es die Tiere die dafür bezahlen – mit ihrem Leben. Nur wenige fähige Politiker haben im Tierschutz das vorhandene Potenial der Imageverbesserung erkannt und für sich genutzt. Der große Rest schleicht sich lieber aus der Verantwortung, oftmals mit hahnebüchenden Ausreden. Deren kurzsichtige Lösung lautet schlicht: Euthanasie. Tausende Tiere werden Jahr für Jahr getötet. Es muss also dafür gesorgt werden, daß diese Situation erst gar nicht entsteht. Leben ist Leben und wir sollten das auch so respektieren. Gerade die Kanaren hätten ein anders Image nötig, was sich im Sinne des Tourismus bestimmt positiv auswirken würde. Letztendlich schaden sie sich selbst durch ihre Untätigkeit und bodenlose Ignoranz.
Unsere Vision ist nicht nur eine Minimierung der jetzigen Probleme, wir möchten die Haltung der Gesellschaft gegenüber den Tieren verändern, die Schaffung einer tierfreundlichen Kultur, die zu einer Situationsverbesserung aller Tiere führt.
DREAMS CAN CHANGE YOUR LIFE – AND EVENTUALLY THE WORLD
Dringend notwendig dazu sind verantwortungsvolle, mutige Politiker und Tierschützer, die die Basis dazu kreieren, indem sie die vorhandenen Gesetze umsetzen und strikt anwenden. Es liegt in unserer Hand die Verantwortung zu übernehmen und die Tiere zu schützen.
Unser Appell an die Behörden lautet: erziehen um zu schützen!
Die Kinder sollte man so früh wie möglich im Tierschutzsinn erziehen und die Erwachsenen bestrafen bei Nichtachtung der Tierrechte/Gesetze. Artgerechte Haltung muß gefördert werden, sowie die Errichtung, Instandsetzung und Unterhaltung von staatlichen Tierheimen. Aufklärung der Öffentlichkeit ist dringend notwendig. Gemeinsam könnte man dies bewältigen und dauerhaftes Engagement brächte auch die gewünschten Resultate.Wir müssen erreichen, daß die Politiker sich klar darüber werden, daß Tiere Mitgeschöpfe sind und genauso sensibel gegenüber Leid und Elend. Nichts erhebt uns Menschen über das Tier, die Fähigkeit zu sprechen macht uns nicht intelligent und biologisch gesehen sind wir immer noch die gleichen - Affen. Dieser Planet ist nicht nur unsere Heimat, sondern die aller Lebewesen. Die Tiere brauchen eine Lobby, das ist unser Job. Wir sollten daran denken, dass die Menschheit sich in permanenter moralischer Entwicklung befindet und die Rechte der Tiere ist ihr noch unerledigtes Lehrfach. Tierschutz hat immer etwas mit den ethischen Grundsätzen einer Kultur zu tun.
 

Man muß immer wieder das Unmögliche erstreben, um das Mögliche zu erreichen.

H. Hesse

WAS WIR TUN

1) Wir nehmen ausgesetzte und ungewollte Tiere auf und auch solche die unter extrem schlechten Bedingungen gehalten oder mißhandelt wurden. Wir haben ein Herz für „ Einzelschicksale"!
 
2) Wir leisten erste Hilfe, holen auch verletzte Tiere von der Autobahn und den Landstrassen und bemühen uns um deren Genesung.
 
3) Wir sterilisieren und kastrieren die Tiere.
 
4) Wir impfen die Tiere und untersuchen sie auf die bekannten Mittelmeerkrankheiten.
 
5)  Wir lassen einen Chip zur Identifizierung unter die Haut setzen.
 
 6) Wir bemühen uns für das jeweilige Tier ein adäquates Zuhause zu finden wo es dann den Rest seines Lebens glücklich und zufrieden leben kann .
 
7) Wir zeigen Tiermißhandlungen polizeilich an und gehen direkt dorthin wo die Tiere nicht artgerecht gehalten werden, klären auf und wenn nötig legen wir alle Rechtsmittel ein, damit den Tieren geholfen wird.
 
8 )Wir informieren über hiesige Tierschutzgesetze und deren Einhaltung, wir geben Infos über die bezirksabhängigen gesetzlichen Auflagen hinsichtlich der Haltung potentiel gefährlicher Hunde.
 
9) Wir führen einen aktiven Dialog mit den verantwortlichen Behörden, wir arbeiten mit dem Bezirk von Arona zusammen, geben Hilfestellung bei allem möglichen Tierangelegenheiten der lokalen und nationalen Polizei, der Guardia Civil, Seprona, der Feuerwehr und dem Räumungsdienst der Autobahn.
 
10) Wir veranstalten offiziell genehmigte Info-Tage auf der Straße, um den Tierschutzgedanken zu verbreiten. Auch unsere verschiedenen Benefiz-Veranstaltungen stehen unter diesem Motto.
 
11) Wir nehmen an verschiedenen Erziehungsprogrammen an den hiesigen Schulen teil. Aufklärung der Kinder und Jugendlichen ist oberstes Gebot, es sind die Erwachsenen von morgen die dann Entscheidungen treffen und wir wollen sicher stellen, dass es die richtigen Entscheidungen sind, die dann von ihnen getroffen werden.
 
 
12) Wir sind aktives Mitglied der kanarischen Tierschutzdachorganisation.